Samuell Hahnemann 1755 - 1843  
Deutsche Gesellschaft zur Förderung naturgesetzlichen Heilens e.V. Zurück zur ersten Seite  
 
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Leser-Forum
Aus Homöopathie-aktuell 4/2001


- aus Briefen an Herausgeber und Redaktion -
Für den Inhalt veröffentlichter Leserzuschriften übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Aus Platzgründen muß sich die Redaktion sinngemäße Kürzungen vorbehalten.
 

Referat: „Krebs — die späte Antwort des Körpers“

Sehr geehrte Damen und Herren,

ist es Ihnen möglich, von dem hervorragenden Referat von Prof. Dr. Köster ein Manuskript oder evtl. einen zusammenfassenden Artikel zu bekommen? Ich glaube, es ist sehr wichtig, daß die vielen Informationen, die nicht nur homöopathisches Wissen, sondern auch allgemeine Lebensgrundsätze aus allen Kulturkreisen umfassen, einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Vielleicht haben Sie auch schon überlegt, das Manuskript dieses Referates in Ihrer Zeitschrift zusammenzufassen.

Unabhängig davon bin ich an einer Mitarbeit bzw. Mitgliedschaft Ihrer Organisation interessiert. Informieren Sie mich deshalb oder rufen Sie mich einfach an.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Rolf Schwarze (Detmold)

Anm. der Red.: Die Vortragsveranstaltung der Deutschen Gesellschaft zur Förderung naturgesetzlichen Heilens am 9. November 2001 im Kreishaus Lippe zu o. a. Thema wird z.Z. aufgearbeitet. Es ist beabsichtigt, das Thema im Rahmen der HO-aktuell-Serie „Psora verstehen heißt Krebs verstehen“ von Prof. Dr. Köster in einer der nächsten Folgen darzustellen (weitere Auskünfte: Geschäftsstelle, Tel. 05231 / 68 0000).


Homöopathie oder Operation?

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit über zwei Jahren habe ich eine Zyste am linken Eierstock. Sie hat sich von ca. zwei auf jetzt fast sieben Zentimeter vergrößert. Zwei Gynäkologen rieten mir zu einer operativen Entfernung, was mir überhaupt nicht behagt. Sie sagten, falls die Zyste platzen würde, könnte es zu einer inneren Blutung kommen, außerdem könnte die Zyste auch bösartig sein.

Meine Frage an Sie: Ist eine Zyste homöopathisch zu behandeln oder raten Sie mir auch zu einem operativen Eingriff? Vielleicht hätten Sie Kontaktadressen für mich?

Ein weiteres Problem: Meine fünfjährige Tochter schielt etwa seit ihrem zweiten Lebensjahr. Sie trägt eine Brille. Ihre Augen werden abwechselnd abgeklebt. Ihr linkes Auge ist jetzt noch minimal schlechter als das rechte. Das linke Auge rutscht nach innen und unten, das rechte auch etwas nach innen (im Wechsel). Jetzt wurde uns zu einer Operation im Januar an der Uni Frankfurt geraten.

Meine Frage an Sie: Läßt sich Schielen homöopathisch behandeln? An wen kann ich mich wenden?

Mit freundlichen Grüßen
Helga B. (Mannheim)

Anm. der Red.: Prinzipiell lassen sich Zysten des Eierstocks homöopathisch behandeln. Die individuelle Entscheidung über die Behandlung kann jedoch nur der homöopathische Arzt „vor Ort“ treffen, da selbstverständlich die Kenntnisse der genauen Untersuchungsergebnisse und des Krankheitsverlaufs dem Behandler bekannt sein müssen. Sicherlich kann auch ein homöopathischer Arzt keine (Fern-) Aussage über die Dignität (d.h., ob die Zyste gutartig oder bösartig ist) oder über den Verlauf machen. — Bei der Behandlung des Schielens Ihrer Tochter kann eine homöopathische Behandlung unterstützend hilfreich sein. Eine Zusammenarbeit zwischen homöopathischem Arzt und der Augenklinik bzw. dem Augenarzt ist jedoch unerläßlich. — Die gewünschten Kontaktadressen gehen Ihnen zu.

Dr. Hansjörg Heußlein


Haben Sie Kenntnisse über das ADS-Syndrom?

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

mit der Frage „Haben Sie Kenntnisse über ADS (Aufmerksamkeits-Defezit-Syndrom) und kann man dieses Syndrom homöopathisch behandeln?“ wende ich mich an Sie. Auch wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir eine Liste klassischer Homöopathen aus dem Raum Hamburg zukommen ließen.

Mit vielem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen
I. P. (Dreieich)


Anm. der Red.: ADS, so nennt man heute die Unruhe und Konzentrationsschwäche nervöser Kinder, vor allem in der Schule. Solche Zustände sind ein dankbares Gebiet für die Homöopathie, vor allem wenn das Kind noch nicht an das Amphetamin (!) Ritalin gewöhnt ist; die Behandlung erfordert aber Geduld und in schweren Fällen ist begleitende Kinder-Psychotherapie oder auch Familien-Therapie angezeigt.

Der Konsum von TV, Video und Computerspielen vermehrt ihre geistige Überanstrengung und ist auf ein Minimum zu beschränken; Musik dagegen kann bessern (selbst wenn sie im Hintergrund während des Aufgabenmachens läuft, was viele sensible Kinder instinktiv verlangen, auch gesunde). Auch muß die Diät reguliert werden, meist verschlimmern Süßigkeiten, Schokolade, phosphathaltige Speisen, koffeinhaltige Getränke, künstliche Aromen und Farbstoffe.

Alle Kinder benötigen viel „Auslauf“, diese am meisten. Ich vermute, daß es besonders gut für sie wäre, regelmäßig (mehrmals wöchentlich) einen Bauernhof zu besuchen, beim Gärtnern mitzuhelfen oder sich mit Haustieren zu beschäftigen, weil sie dabei körperlich und emotional beschäftigt sind, aber intellektuell ausruhen können und keinen Zeitdruck erfahren.

Eine harmlose schulmedizinische (allopathische, palliative) Medikation sowohl für mental überarbeitete Erwachsene (z. B. während der ExamensVorbereitung) als auch für Kinder, die vom Aufmerken in der Schule überfordert sind und dadurch zappelig werden, ist Zink, z.B. eine Tablette Zinkorotat 20 jeden Morgen über einige Wochen; denn geistige Uberanstrengung führt zu erhöhtem Verbrauch dieses Spurenelements.

Letztlich wären aber die Politiker dran, eine vernünftige Schulreform durchzuführen (Ganztags und Gesamtschule, Schulbeginn um 9 Uhr statt um 8 Uhr, Klassen nicht über 20 Kinder, obligate heilpädagogische Fortbildungskurse für Lehrer, Erlernen von TaiChi oder QiGong im Sportunterricht, Abschaffung von Noten in Sport, Kunst und Musik bis Klasse 6 usw.); denn das Problem ist durch überforderte Lehrer, veraltete Lehrpläne und unphysiologische Lehrmethoden mitbedingt.

Dr. Veronika Rampold

Weitere Informationen zur Familien-Therapie


Kurklinik für Krebskranke?

Sehr geehrte Damen und Herren,

gibt es eine homöopathisch ausgerichtete Kurklinik für Krebskranke? Es wird wahrscheinlich schwer sein, eine Adresse zu vermitteln, wenn überhaupt. Oder ein Haus, das ganzheitlich arbeitet, z.B. dann anthroposophisch.

Doris P. (Hamburg)

Anm. der Red.: Wir haben der Leserin die Dokumentation „Homöopathie — Wer, Wo, Wie, Was?“ mit entsprechenden Adressen zugesandt.


Bio-Chip und Hahnemann
Wenn man mit viel Technik den feinsten Vorgängen des Lebens auf die Spur kommen kann, ist das immer höchst eindrucksvoll. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ein Projekt an der Bielefelder Universität in den nächsten drei Jahren mit sechs Millionen Mark. „Am Ende der Forschungen“, so Prof. Heinzmanns Vision, „könnte ein Bio-Chip stehen, der jedem Menschen auf ihn zugeschnittene Medikamente verabreicht.“

Samuel Hahnemann hat die Möglichkeit, jedem Menschen die individuelle Arznei verabreichen zu können, bereits vor über 200 Jahren entdeckt. Er hat das Ähnlichkeitsprinzip, das schon Hippokrates und Paracelsus bekannt war, erforscht und anwendbar gemacht. Er nannte es „Homöopathie“. Der Patient bekommt die Arznei, die beim Gesunden die gleichen Krankheitserscheinungen hervorrufen würde, wie sie bei ihm bereits bestehen. Dieses Prinzip funktioniert, es heilt — weltweit, noch dazu kostengünstig.

Leider gilt der Prophet im eigenen Lande nicht viel. Es ist soviel Unwissen über diese großartige Therapieform verbreitet, daß sie den ihr gebührenden Stellenwert in unserem Gesundheitssystem nicht bekommt.

Anne Zöllner (Detmold)

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