von Dr. med. Thomas Glaremin Die 29jährige Patientin stellte sich am 12. Mai 2000 erstmalig mit einer seit 1994 bestehenden Colitis ulcerosa in meiner Praxis vor. Die entsprechende Diagnostik mit Coloskopien war durch mehrere Ärzte in enger zeitlicher Abfolge durchgeführt worden. Bis dato waren regelmäßige Kontrollen durch mehrere Kollegen durchgeführt worden, wobei die übereinstimmende Diagnose Colitis ulcerosa unter Schwerpunktbeteiligung des Recto-Sigmoids immer wieder bestätigt wurde. Die klinischen Symptome hinsichtlich der Colitis bestanden in häufigen Durchfallen (um 10x / Tag) mit regelmäßigen Blutbeimengungen. Begleitend krampfartige Abdominalschmerzen. Die Arbeit im Basis-Anamnesebogen nach Dr. v. Ungern-Sternberg war hier viel ergiebiger als sämtliche schulmedizinische Diagnostik. Die organische Seite der Beschwerden war schnell erfaßt. Die Aufarbeitung der Lebensgeschichte allerdings brachte viel Verwertbares an den Tag, was mir bei weniger akribischem Vorgehen sicherlich entgangen wäre. Der rote Faden der Krankengeschichte könnte etwa lauten: Immer wieder Unsicherheit, immer wieder Angst... Die frühe Kindheitszeit war der Patientin nur insofern erinnerlich, als daß sie dort schon unter ständigen Streitereien der Eltern zu leiden hatte. Als die Patientin zehn Jahre alt war, ließen sich die Eltern scheiden, wobei sie selbst vor Gericht erscheinen mußte, um sich für oder gegen den Verbleib bei einem der beiden Elternteile zu entscheiden. Mit der Mutter war es dann nicht mehr auszuhalten gewesen und sie zog zu ihrem Bruder (mit ca. 15 Jahren), in dessen Haushalt sie bis zu ihrem 23. Lebensjahr lebte. Dort hatte sie die Aufgaben der faulen Schwägerin zu erledigen und fand sich zahlreichen Repressalien seitens der Schwägerin ausgesetzt. Im November 1993 zog sie dort aus; im Frühjahr 1994 dann erste Darmsymptome mit Durchfallen. Die Erstdiagnose einer Colitis ulcerosa erfolgte per Coloskopie im April 1994. Seit dieser Untersuchung Therapie mit Claversal® (Mesalazin). Während der ersten Schwangerschaft 1995 kam es zu einer vorübergehenden spontanen Besserung der Beschwerden. Auch nach der Entbindung zunächst beschwerdefrei. Zu Beginn der zweiten Schwangerschaft (1997) habe sie von ihrer Gynäkologin ein auffälliges Ergebnis des Triple-Tests mitgeteilt bekommen, woraufluin sie in sehr große Sorge im Hinblick auf eine evtl. Behinderung des Kindes geraten sei. Zwar war eine daraufhin durchgeführte hochauflösende Sonographie ohne Nachweis grober organischer Mißbildungen geblieben, die Sorgen um das Wohl des Kindes aber nahmen mehr und mehr zu. Das Kind kam gesund zur Welt, aber bereits einen Tag nach der telefonischen Befundmitteilung durch die Gynäkologin hinsichtlich des Triple-Tests kam es zu starken Blutauflagerungen auf dem Stuhl. Die erneute Diagnostik zeigte das Bild der schon bekannten Colitis ulcerosa; es wurde erfolglos mit Cortison-Suppositorien und Cortison-Schaumpräparaten behandelt. 1999 erneute Coloskopie unter stationären Bedingungen - Aufnahme wegen Blut auf dem Stuhl - mit erneuter Colitis. Anfang 2000 erfolgte dann die bislang letzte Coloskopie mit dem bekannten Befund. Während der gesamten Zeit war die Patientin nie richtig beschwerdefrei. Zwar waren die Blutauflagerungen zeitweise nicht vorhanden, kurzfristig kam es jedoch immer wieder zu Rezidiven. Seit der homöopathischen Behandlung mit ihrem Mittel ist die Patientin kontinuierlich beschwerdefrei ohne jede Blutbeimengung zum Stuhlgang. Repertorisierte Symptome Die repertorisierten Symptome sind wie folgt (Repertorisation mit RADAR Version 7):
Beschwerdefrei durch Sulphur Die Patientin bekam Suphur C 30 einmalig am 12. Mai 2000, danach als C 200 am 16. Juni. Dann erneute Gaben einer C 200 am 14. Juli, 18. August, wegen einer Hautverschlimmerung am 15. September als M, dann am 13. Oktober wieder als C 200 sowie nochmals am 24. November 2000. Ich habe die Patientin zuletzt am 23. Februar 2001 gesehen: sie ist anhaltend beschwerdefrei. |
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