Samuell Hahnemann 1755 - 1843  
Deutsche Gesellschaft zur Förderung naturgesetzlichen Heilens e.V. Zurück zur ersten Seite  
 
Willkommen   Über uns   Zeitschrift   Seminare   Dokumentation   Arbeitskreise   Links  
 

Sie sind hier:   Zeitschrift - Ausgewählte Artikel - Homöopathisches Gesundheitszentrum Lippe

Homöopathisches Gesundheitszentrum Lippe (HGL)
Aus Homöopathie-aktuell 3/2000


Universität Witten/Herdecke kooperiert mit OWL-EXPO-Projekt Homöopathisches Gesundheitszentrum Lippe (HGL)


Das seit längerem geplante HGL befindet sich derzeit in der Realisierungsphase.

Die Konzeption sieht vor, als Kernbereich eine integrative Klinik mit den Schwerpunkten Homöopathie und Naturheilverfahren für akut und chronisch Kranke zu etablieren. In dem Gesundheits-Zentrum sollen sich auch Arztpraxen und eine umfangreiche Physikalische Therapie, das August-Weihe-Institut für homöopathische Medizin, die Deutsche Gesellschaft zur Förderung naturgesetzlichen Heilens, ein Gewerbezentrum sowie die Tourismusinformation mit Kultur- und Kongreßzentrum befinden. Somit entsteht ein Gesundheitszentrum, das stringent auf den Patienten - ambulant und/oder stationär - ausgerichtet ist.

Ein interessanter Aspekt für die medizinische Konzeption ist die Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke. Die Kooperation besteht seit Anfang des Jahres mit dem Lehrstuhl für Medizintheorie, Unkonventionelle Medizinische Richtungen (UMR) von Professor Dr. med. Peter F. Matthiessen. In den ersten Monaten wurden insbesondere die inhaltlichen Grundzüge der Kooperation und des medizinischen Konzepts diskutiert und abgestimmt. Konkret konnten die medizinischen Leistungsinhalte, bauliche Voraussetzungen, die Personalausstattung und die Art der Behandlung einer Entwurfskonzeption festgehalten werden.

Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden Ende Juli 2000 bei einem Spitzentreffen zwischen den Vertretern der Verwaltung der Stadt Lage, dem August-Weihe-Institut für homöopathische Medizin, der Deutschen Gesellschaft zur Förderung naturgesetzlichen Heilens, der Projektgruppe HGL und der Universität Wiiten/Herdecke vorgestellt und weiter bearbeitet. Neue Inhalte wurden in die Konzeption eingearbeitet. So sind insbesondere die Hauptdiagnosegruppen Rheumatischer Formenkreis, chronisch bronchiale Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen definiert worden. Weitere Indikationsspektren werden sukzessive, auch bereits in der Planungsphase, aufgenommen.

Die Universität Witten/Herdecke beabsichtigt, das geplante Krankenhaus für integrative Medizin mit den Kernbereichen Homöopathie und Naturheilverfahren der universitären Lehre und Forschung zugänglich zu machen. Dem HGL wird eine interessante und realistische Möglichkeit eingeräumt, für die Universität die praktische Ausbildung in den (fakultativen) Angeboten sowohl für Studierende der Humanmedizin als auch für postgraduierte Studenten anzubieten und durchzuführen.

Derzeit wird sowohl die medizinische Konzeption als auch die Eingliederung des geplanten Krankenhauses in das Forschungs- und Ausbildungskonzept der Universität in Abstimmung mit allen Beteiligten zu Papier gebracht. Es ist davon auszugehen, daß allen Interessierten diese Konzeption im November 2000 zur Verfügung gestellt werden kann. Eine weitere wesentliche Prägung wird das medizinische Konzept noch durch in dem Zentrum tätige Ärzte bzw. Kooperationspartner erfahren.

Für das HGL bedeutet die Kooperation und wissenschaftliche Begleitung, die im laufenden Betrieb von der Universität durchgeführt werden soll, einen großen Schritt in Richtung Anerkennung. In diesem Rahmen soll die Evaluierung der Leistungen und Therapien erarbeitet werden.

Noch im Laufe dieses Jahres wird die Universität die Entscheidung treffen, ob das Gesundheitszentrum als Akademisches Lehrkrankenhaus von ihr genutzt werden wird und auf welche Weise eine konstruktive Zusammenarbeit etabliert werden kann.

                     Impressum